Die Mörsfelder Gemarkung ist ca. 500 Hektar groß und durch einen vielfältigen Wechsel von unterschiedlichen landschaftlichen Elementen (Wald, Felder, Wiesen, Steinbrüche, Hecken usw.) gekennzeichnet.
Dies macht sie für viele Nutzungen sehr interessant.
Wanderer, Radfahrer (insbesondere Mountainbiker) aber auch Pferdebesitzer und Hundehalter finden genügend Fläche um sich in unserer schönen Landschaft zu bewegen.
Für die Jäger ist die Mörsfelder Gemarkung natürlich auch ein Freizeitraum. Sie haben allerdings auch vertragliche Verpflichtungen gegenüber der Jagdgenossenschaft und der Gemeinde Mörsfeld. Ihre Hauptaufgabe ist es Wildschäden auf den 500 Hektar Jagdfläche möglichst gering zu halten.
Dazu ist es notwendig, dass sie ganzjährig Reh - und Schwarzwild von Jagdeinrichtungen aus erlegen oder mittels Treibjagdten die Anzahl dieser Tierarten auf ein verträgliches Maß reduzieren. Um die Jagd sachgemäß ausüben zu können brauchen sie aber ein gewisses Maß an Ruhe, da das Wild eben wild (also sehr scheu) ist und nur gesehen werden kann, wenn wenig Besucherdruck vorhanden ist.
In diesem Jahr kommt erschwerend hinzu, dass wir seit Anfang Juni eine Hitzewelle nie gekannten Ausmaßes zu verzeichnen haben. Dies führt unweigerlich dazu, dass viele Freizeitaktivitäten entweder in den frühen Morgenstunden oder späten Abendstunden stattfinden. Dies erschwert die Jagd, die natürlich immer genau in diesen Zeitfenstern stattfindet.
Daher die Bitte an alle Freizeitnutzer.
Konzentrieren Sie bitte ihre Aktivitäten möglichst auf die Hauptachsen (breite Wirtschaftswege). Begehen Sie in den Dämmerungszeiten bitte nicht die allerletzte Gemarkungsecke. Verhalten Sie sich ruhig. Behalten Sie ihre Hunde unbedingt an der Leine und vermeiden Sie beim Mountainbiking oder Reiten den allerschmalsten Waldpfad.
Jäger, die sich auf dem Ansitz befinden haben ihre Autos meist gut einsehbar abgestellt. Wenn Sie solche PKW wahrnehmen, meiden Sie bitte diese Bereiche.
Wenn Sie Jäger auf einem Ansitz sehen, bitte nicht hingehen und Gespräche anfangen. Damit ist für diese nämlich meist in diesen Situationen die Jagd beendet.
Die Jäger wiederum werden gebeten sich mit den übrigen Naturraumnutzern auseinander zu setzen und die Notwenigkeit ihres Tuns zu erläutern.
Durch die Reparatur unseres westlichen Windrades ist aktuell mit Bauarbeiten bis in die späten Abendstunden zu rechnen. Die Jäger haben hier die Möglichkeit auf andere Gemarkungsteile auszuweichen.
Also: Bitte ein respektvoller Umgang aller Naturnutzer untereinander.
Was nicht geht ist, dass PKW und motorisierte Zweiräder unbefugt durch unsere Gemarkung fahren oder wilde Partys veranstaltet werden.
Bei Fragen zum Thema oder zur Jagdgenossenschaft können Sie sich gerne an die Vorstandsmitglieder Fabian Schön, Dirk Schmitt, Nico Keiper, Andreas Schober und Klaus Steinhauer wenden.
Klaus Steinhauer - Jagdgenossenschaft Mörsfeld
Jan Volker - Ortsbürgermeister Mörsfeld