Vortrag Sicher gegen Abzocke | Aktuelle Nachrichten und Informationen

Vortrag Sicher gegen Abzocke

Am 26.01.2026 fand in der Gemeindehalle ein Vortrag der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz statt. Die Ortsgemeinde hatte diesen mit Unterstützung des Kreis­seniorenrates organisiert. Das Angebot wurde gut angenommen und fast 50 Zuhö­rer nutzen die Gelegenheit, sich zu informieren.

Im Wesentlichen ging es um 2 große Themenfelder:

Onlinebetrug

Hier wurde u.a. vor Fakeshops gewarnt. Folgende Merkmale können auf einen Fakeshop hinweisen:

  • Vorkasse erforderlich

  • Die Ware ist besonders günstig, hohe Rabatte werden versprochen.

  • Der Domainname lautet anders als der Hersteller; die Seiten sind oft nur kurze Zeit online.

  • Der Sitz ist nicht in der EU, das Impressum ist fehler­haft oder fehlt, Belehrungen sind fehlerhaft.

Die Verbraucherzentrale bietet die Möglichkeit Onlineshops über einen Fakeshop-Finder zu prüfen. https://www.verbraucherzentrale.de/fakeshopfinder-71560

Eine weitere weit verbreitete Masche sind Phishing Mails. Mögliche Hinweise auf eine solche Mail können sein:

  • Rechtschreib- und Grammatikfehler

  • Meist eine unpersönliche Ansprache

  • Abfrage vertraulicher Daten

  • Angeblich dringender Handlungsbedarf

  • Die Aufforderung, einen Link anzuklicken oder Dateien zu öffnen.

Öffnen Sie solche Mails nicht. Banken, Behörden etc. fragen keine Daten per Email ab. Klicken Sie auf keinen Fall auf Links bzw. öffnen Sie keine beigefügten Dateien.

Abzocke am Telefon

Hier empfiehlt die Verbraucherzentrale u.a.:

  • Anrufe mit ausländischer Vorwahl nicht annehmen.

  • Nicht den Namen nennen – wer Sie anruft, sollte eigentlich Ihren Namen kennen.

  • Am Telefon nicht „Ja“ sagen. Es besteht die Gefahr, dass das Gespräch auf­gezeichnet und im Nachgang zusammengeschnitten wird.

  • Nie Bankdaten am Telefon nennen.

  • Vorsicht bei Gewinnspielen. Diese dienen i.d.R. nur dazu, an Ihre Daten zu gelangen.

  • Lassen Sie sich nicht auf Gespräche mit unseriösen Anbietern ein.

Sollte Ihnen ein Vertrag untergeschoben worden sein, so finden Sie über diesen Link auf der Seite der Verbraucherzentrale hilfreiche Musterbriefe, um dem Vertragsabschluss zu widersprechen. https://www.verbraucherzentrale-rlp.de/suche?search_api_fulltext=musterbriefe Die Verbraucherzentrale bietet auch entsprechende Beratungen an.

Im Falle eines Schockanrufes (z.B. der Sohn/die Tochter hatte einen schweren Un­fall; die Polizei warnt vor Einbrüchen o.ä.) wird eine Notsituation vorgetäuscht und Druck aufgebaut. Lassen Sie sich nicht auf ein Gespräch ein, legen Sie auf und rufen Sie, wenn Sie unsicher sind, den Verwandten oder die Polizei an. Nutzen Sie hierfür die bekannte Telefonnummer, aber auf keinen Fall die Rückruftaste.

Am Ende des Vortrages ging Frau Kaminski noch kurz auf sog. „Fliegende Handwer­ker“ ein. Hier muss man davon ausgehen, dass die Dienstleistungen qualitativ nicht gut ausgeführt werden, total überteuert sind und keine Gewährleistung oder Schadensersatzansprüche geltend gemacht werden können. Rechnungen werden oft nicht ausge­stellt bzw. entsprechen nicht den gesetzlichen Vorgaben. Auch hier gilt: seien Sie kritisch. Sprechen Sie lieber einen seriösen Handwerker aus der Region an und las­sen Sie sich ein Angebot erstellen.

Der Vortrag war sehr informativ, insbesondere auch weil Frau Kaminski von Fällen berichtete, mit denen die Verbraucherzentrale täglich zu tun hat. Dass diese The­men leider sehr aktuell sind, wurde auch von verschiedenen Teilnehmern bestätigt, die von eigenen Erlebnissen berichteten.